Expeditionstechnisch ungeeignet

Gestern morgen – Ich starte den Amarok um mich auf den Weg zur Arbeit zu machen 

Tannenbaum – Motorkontrollleuchte ist an, andere blinken. Toll. Das Problem ist, der Motor ging in den Notlaufprogramm und hatte kaum noch leistung. Super. Und ich hab natürlich 3 Aufträge zu erledigen an diesem Tag. Naja, erstmal losfahren, nebenbei bei Liebherr Bescheid gegeben. So konnten die schon mit VW sprechen, denn ich hatte ein OBD Diagnose Stecker dabei, den ich aus Deutschland mitgebracht hatte. 

P261A – Kühlmittelpumpe B defekt.

Kurz Google befragt was diese für eine Exestenzberechtigung hat. Ergebnis: Eine Elektrische Kühlmittelpumpe, die nach dem ausschalten des Motors wichtige Bauteile wie zB die 2 Turbolader weiter kühlt, damit diese 1. kein Schaden durch Hitze erleiden und 2. das Kühlwasser nicht überkocht, an stellen die besonders heiß sind.

Natürlich muss der Motor dafür im Notlauf gehalten werden. Nicht. Es ist ungefähr so als würde das Fahrzeug unmittelbar stoppen, weil eine Glühbirne durchgebrannt ist. Naja ich kann da eh nicht viel machen. Außer das ich unter der drosselung leben musste. 

Plusquamperfekt – Warum sind die hanlungen „Abgeschlossen“? Nicht weil VW das Problem direkt lösen konnte, nein. Der Werkstatttermin liegt 7 Tage vorraus und die Leistung zu gering um weiter zu fahren. Es gab ein Riesen Aufschrei seitens Liebherr, da sie dabei sind 3 neue Fahrzeuge zu kaufen und die Werkstatt das nicht früher erledigen wollte/ konnte. Heute habe ich also den Tag damit verbracht, mein ganzes Werkzeug in einen anderen, baugleichen Amarok zu räumen, nur um, wenn meiner wieder heile ist, alles wieder in meinen zu räumen. Tolle beschäftigungs Terapie.

Vermutung Bestätigt – Am Anfang war ich echt gespannt, wie sich der Amarok so schlägt im OFFroad Land, Australien. Da ich ja durchaus überlegt hatte mir selber mal so einen anzuschaffen, aber all die Economischen Tumore, die man in so ein Auto stecken möchte, machen das gesammt System leider sehr anfällig. Eine solche Pumpe ist eigentlich nur das Ergebnis des „Downsizing“ der modernen Motoren. Und einem sich „unwichtigen“ Bauteil so viel Priorität zu geben, das es alles drosselt ist nicht gerade gut. Was soll man mitten im nichts denn groß machen? Ohne Computer und teurer Diagnosesoftware ist dieses Fahrzeug zu unberechenbar, als das man es für Ernsthafte Camping-Expeditionen einsetzen könnte.

Schade. 

 

Ein Gedanke zu “Expeditionstechnisch ungeeignet

  1. Sag mal deinen Chefs, sie sollten ihren Fahrzeugpark generell auf Toyota umstellen.
    Deren Fahrzeuge sind Tropen- und- expeditionstauglicher als VW.
    Ganz abgesenen vom schnelleren Service und Ersatzteilen.

    VW hat zu viele Fronten um noch einen guten Service leisten zu können, zu viel Pfusch in der Konstruktion, zu viele Funktionen, die den Ablauf so kompex machen, dass beim kleinesten Detailausfall, alles zusammenbricht.

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